GRAZ / SIENA. Wer hätte das vor dem ZAT zu träumen gewagt? In zwei denkwürdigen Partien gegen den AC Siena hat der SK Sturm Graz einen riesigen Schritt Richtung Achtelfinale gemacht. Doch hinter den beiden deutlichen 4:0-Ergebnissen steckt weit mehr als nur Glück – es ist das Resultat akribischer Vorbereitung durch den Froggelmeister.
In Siena agierte die Mannschaft mit einer bewundernswerten Ruhe. Man respektierte den Gegner, wartete geduldig auf Lücken und nutzte diese dann eiskalt aus. Dass
ausgerechnet Pavel Platzangst in der Ferne so sicher traf, wirkte fast wie ein kleiner Segen für die harte Arbeit der letzten Wochen. Auch im Rückspiel vor heimischer Kulisse blieb das Team konzentriert und hob trotz der Führung nicht ab. „Demut und Disziplin“, so schien die stille Botschaft des Trainers bei jedem Tor zu lauten. Mit diesen acht Toren im Rücken blickt Graz nun dankbar auf die Tabelle – das Ziel ist greifbar, doch die Reise in der Königsklasse ist noch lange nicht zu Ende.